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26.03.2010 | SZ, 26.03.2010
Finger weg von unseren Schulen!
CDU-Nachwuchs im Landkreis wehrt sich gegen fünftes Grundschuljahr
Gegen eine Gemeinschaftsschule wendet sich die Junge Union. Während ihrer Delegiertenkonferenz sprachen sie sich indes für eine Stärkung der Berufsschulen aus. Damit stellt sich die JU gegen die Landesregierung.
Namborn. 90 Delegierte und zahlreiche Besucher haben sich in Namborn zum Kreisdelegiertentag der Jungen Union (JU) im Landkreis St. Wendel versammelt. CDU-Kreischef Hans Ley lobte die Arbeit der JU im  zurückliegenden Jahr, blickte auf das Superwahljahr 2009 zurück und zeigte Herausforderungen für die Union auf.  Im Mittelpunkt des Kreisdelegiertentages stand der Bericht des Kreisvorsitzenden Valentin Holzer, eine Rede des Bundesstaatssekretärs Josef Hecken und die Verabschiedung eines  dicken Antragspaketes zu den Themen Bildung, Bevölkerungsentwicklung und  Wahlrecht. In seinem Bericht zeigte Holzer die Erfolge bei der Verbesserung der  Verbandsstrukturen auf. So wurden sechs Ortsverbände wiederbelebt und die  Schüler-Union reaktiviert werden. Zudem seien fast 40 JUler in den  Kommunalparlamenten vertreten, davon drei im Kreistag. 
 
Kritik übte Holzer mit  Blick auf die Bürgermeisterwahlen in St. Wendel und Tholey an der  Opposition im Kreis St. Wendel. „Wer bei Bürgermeisterwahlen No-Name-Kandidaten ins Rennen schickt und aus Angst vorm Wähler nicht selbst  kandidiert, der macht sich unglaubwürdig und zeigt, dass er keine politische Alternative darstellt.“  
 
Während der Antragsberatung forderte die JU,  auf weitere Strukturreformen im Bildungssystem zu verzichten. „In den vergangenen Jahren wurden gute Reformen am Bildungssystem vollzogen. Weitere Veränderungen würden jedoch Schüler, Lehrer und Eltern überfordern“, sagte Holzer. So lehnt die JU in ihrem Antrag die Einführung des fünften Grundschuljahres und die von der Opposition geforderte Gemeinschaftsschule ab. Des Weiteren solle ein Schwerpunkt der Bildungspolitik auf die Verbesserung des 
Stundenangebots in Berufsschulen gesetzt werden. „Berufsschulen dürfen nicht das Stiefkind der Bildungspolitik sein.“ Berufsschüler brauchten eine solide Ausbildung, die sie zu ihrem späteren Beruf befähige. Linke Forderungen wie ein „Gymnasium für alle“ stellen nach Ansicht der JU hingegen einen Schlag ins Gesicht all derjenigen dar, die hart für ihren Abschluss oder ihre Berufsausbildung gearbeitet haben.  
 
Die Junge Union ist nach eigenen Angaben mit über 1300 Mitgliedern in 29 Ortsverbänden der größte Kreisverband einer politischen Jugendorganisation im Saarland.

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