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24.06.2010 | SZ, 24.06.2010
Junge Union ist empört über Schüler-Rauswurf aus Saar-Pfalz-Bus
St. Wendel. Weil ein Hoofer Schüler (11) sein Monatsticket zu Hause vergessen hatte, ließ ihn ein Busfahrer nicht mitfahren – so wie bei der Saar-Pfalz-Bus vorgeschrieben (wir berichteten). Und nicht nur dort, sondern laut Beförderungsbedingungen bei allen Unternehmen, die für den Saarländischen Verkehrsverbund (Saar-VV) unterwegs sind.
Das hat die Junge Union (JU) auf den Plan gerufen. Valentin Holzer (Foto: SZ), Chef der CDU-Nachwuchsorganisation im Landkreis St. Wendel: „Aus reinen Wirtschaftsinteressen und aus Ignoranz das Wohl eines minderjährigen Kindes zu gefährden, ist eine Sauerei.“ Es setze dem Vorfall die Krone auf, dass die Saar-Pfalz-Bus GmbH das Verhalten des Busfahrers sogar rechtfertige. Holzer fordert deshalb, „zukünftig alle Kinder unter 14 Jahren bedingungslos zu transportieren“. Das sei bei anderen Verkehrsgesellschaften usus. Eine Überprüfung, ob der Minderjährige ein Fahrkarten-Abo hat, sei eine zu bewältigende Aufgabe. „Das Kindeswohl muss stets im Vordergrund stehen.“ 
 
 Saar-Pfalz-Bus-Sprecherin Sabine Klär hatte sich mit Blick auf den Arbeitsaufwand gegen solch eine Erfassung der Schülerdaten bei vergessenen Tickets ausgesprochen. Außerdem verwies sie auf den Missbrauch, wenn ihr Unternehmen kulanter in solchen Fällen reagiere. Das zeigten die Erfahrungen.

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